Visualisierungen by SEHW Architekten

Fakten und Hintergründe

Eine neue Siedlung für alle.

Das „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ stellt den Bezirk Eimsbüttel vor die Aufgabe, jährlich 1050 neue Wohnungen zu ermöglichen. Alle Fraktionen der Bezirksversammlung haben bereits 2011 einstimmig beschlossen, das ca. 15.700 Quadratmeter große Kleingartengelände an der Julius-Vosseler-Straße für Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Die Jury eines städtebaulichen Wettbewerbs hat sich im November 2016 einstimmig für die Entwurfsplanung des Hamburger Büros SEHW Architekten entschieden. Dieser sieht eine niedrige Bebauung mit 220 Wohnungen vor, die Respekt auf die Nachbarschaft nimmt und durch einen weitläufigen grünen Innenhof besticht.

Wie steht die Politik zu dem Projekt?

Eine sehr breite Mehrheit der Eimsbütteler Bezirksversammlung steht hinter dem Projekt. Die Entwurfsplanung des Hamburger Büros SEHW Architekten wird von SPD. CDU und Grünen ausdrücklich gelobt:

„Wir bekommen hier nahezu 50 Prozent geförderten Wohnungsbau, den der Bezirk Eimsbüttel dringend benötigt. Außerdem wird es keine bauliche Trennung zwischen geförderten und frei finanzierten Wohnungen geben. Das ist aus meiner Sicht eine wichtige Voraussetzung für ein offenes und soziales Quartier.“ Rüdiger Rust, SPD-Fraktionsvorsitzender

„Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs passt städtebaulich hervorragend in das Umfeld und orientiert sich an der umliegenden Bebauung. Es wird ein optisches Zeichen gesetzt und die Bevölkerung kann sich darüber freuen, wenn sich der Stadtteil auf diese Art und Weise weiterentwickelt.“ Rüdiger Kuhn, CDU-Fraktionsvorsitzender

„Der Entwurf verleiht dem Quartier eine angenehme Weite. Der Charakter Lokstedts wird erhalten und es entsteht eine qualitativ hochwertige Frei- und Grünfläche für die gesamte Nachbarschaft.“ Lisa Kern, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Unter den Kleingärtnern, die für den Bau des neuen Wohnquartiers umziehen müssen, gibt es auch kritische Stimmen. Auch einige Anwohner sorgen sich. Sie befürchten zu hohe Gebäude, Verkehrs- und Parkprobleme. Diese Website soll allen Interessierten Fakten aus erster Hand liefern, informieren statt polarisieren – und zeigen, dass es für die Kleingärtner eine Zukunft im Viertel gibt.

Bürgerbegehren sind rechtlich unzulässig, wenn sie gegen Senatsentscheidungen verstoßen. In diesem Fall richtete sich das Bürgerbegehren gegen Baupläne in Lokstedt und Stellingen – und damit gegen einen Beschluss des Senats: Dessen Leitidee ist es, die akute Wohnraumnot mit einer Wohnungsbauoffensive zu lindern. Er hatte deshalb das Bezirksamt Eimsbüttel angewiesen, das bereits eingeleitete Bebauungsplanverfahren Lokstedt 65/Stellingen 68 mit den geplanten Wohnungen an der Julius-Vosseler-Straße und Kleingärten an der Hagenbeckstraße zügig und mit Priorität voranzutreiben. Diese Entscheidung des Senats wird juristisch höherrangiger gegenüber den Interessen einer Gruppe bewertet. Eine solche Gruppe wollte mit dem Bürgerbegehren das Bauvorhaben und damit das laufende Bebauungsplanverfahren stoppen.

Neue Nachbarn.
Die Julius-Vosseler-Siedlung wird ganz normale junge Familien, Paare und Singles anziehen. Es entstehen ausdrücklich keine überteuerten Luxuswohnungen: Geplant ist ein sozialer Mix aus öffentlich geförderten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen, die zu ortsüblichen Preisen vermarktet werden.

Neue Kita und ein Spielplatz.
Beides wird in dem neuen kinderfreundlichen Wohnquartier gebaut.

Mehr Flächen für die Kleingärtner.
Nach dem Umzug wird den Kleingartenvereinen in der Gesamtbilanz mehr Fläche zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht die Erschließung eines 12.600 Quadratmeter große Grundstücks an der Niendorfer Straße für 20 zusätzliche Kleingärten.

Die Sorge ist unbegründet. Die neue Siedlung stärkt die Attraktivität des gesamten Wohnquartiers. Trotz zunehmend mehr Wohnraums steigen die Preise für Grundstücke und Immobilien in ganz Hamburg seit Jahren massiv. Eigentumswohnungen in Lokstedt haben sich nach Erhebungen des Bezirks von 2005 bis 2015 um 56% verteuert, Ein- und Zwei-Familienhäuser sogar um rund 63%. Alles spricht dafür, dass die Anziehungskraft des Stadtteils und damit die Immobilienpreise weiter steigen werden.

Nein, der Abstand zwischen der neuen Bebauung und der Beethovensiedlung ist mit 35 Metern für Hamburger Verhältnisse beispiellos. Die neuen Häuser erreichen zudem nur eine Maximalhöhe von drei bis vier Geschossen entlang der Julius-Vosseler-Straße, zwischen den Häusern liegt eine breite Straße mit zwei Parkstreifen und Bürgersteigen. Die neuen Gebäude werden zusätzlich mit einem großzügigen Abstand von sechs Metern zur Grundstücksgrenze gebaut.

Sämtliche Stellplätze für den Neubau werden in ausreichender Anzahl in einer Tiefgarage untergebracht.

Das Wohnungsbauprojekt realisieren die Baugenossenschaft dhu eG und die Quantum Immobilien AG aus Hamburg.

Baugenossenschaft dhu eG
Buchsbaumweg 10a
22299 Hamburg
www.dhu.hamburg

Quantum Immobilien AG
Dornbusch 4
20095 Hamburg
www.quantum.ag

Derzeit noch der Stadt. Sie soll an die Investoren verkauft werden. Deshalb hat die städtische Kommission für Bodenordnung beschlossen, die Fläche der Baugenossenschaft dhu und der Quantum Immobilien AG zur Entwicklung für Wohnungsbau anhand zu geben. Im Gegenzug müssen Ersatzgrundstücke für die Kleingärtner zur Verfügung gestellt werden.

Sobald die Nachverdichtung und die Aufteilung der neuen Parzellen im benachbarten Kleingartengebiet abgeschlossen sind, kann mit dem Umzug der Kleingartenflächen begonnen werden. Aktuell ist geplant, das Gebäude der Baugenossenschaft dhu an der Hagenbeckstraße 2017 abzureißen, um dort 14 neue Kleingärten zu ermöglichen. Das Bebauungsplanverfahren soll bis Januar 2018 abgeschlossen werden.

Bis dahin sollen alle Pächter ihre neue Parzelle übernehmen können. Sollten einige noch nicht umgezogen sein, erfolgt die Kündigung zum November 2018. Anschließend ist Baubeginn. Sollte das Grundstück bereits früher frei werden, könnte der Wohnungsbau bereits im Anschluss beginnen.

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